Schmitz - Feine Weine


Lagares auf der Quinta da Crasto

Portugal – das Land der Entdecker – will entdeckt werden!


Portugal wird oft als das vergessene Weinland Europas bezeichnet. Dabei gilt Portugal als das Land der Endecker und der Weinbau hat eine jahrhundertealte Tradition. Bereits den Seefahrern im Mittelalter diente der Wein nicht nur als Proviant, sondern auch als Handelsware.

Das erste definierte Weinanbaugebiet der Welt
England entdeckte die portugiesischen Weine während des Krieges mit Frankreich. Man suchte Ersatz für die bis dahin importierten französischen Weine und wurde am Douro fündig. Dort blühte die Weinproduktion auf, aber auch der Nachfrage- und Preisdruck stieg. So entstand 1754 unter dem Marques de Pombal die erste Erzeugergemeinschaft. Sie legte 1756 zum Schutz des Anbaugebietes zum ersten Mal verbindliche Qualitätsstandards für Weine aus dem Douro-Gebiet fest. Das erste abgegrenzte und definierte Qualitätsweingebiet der Welt war geboren.

Im 20. Jahrhundert wurden während der Zeit der Diktatur unter Salazar genossenschaftliche Strukturen eingeführt. Sie verhinderten den Wettbewerb, kleinere Weinbaubetriebe mit individuellen Qualitätsinteressen hatten kaum eine Überlebenschance. Portugal wurde zum Produzenten von Massenweinen.

Investitionen dank EU-Beitritt
Die Situation änderte sich nach dem Ende der Diktatur 1974 und vor allem mit dem EU-Beitritt 1986. Durch die umfangreichen EU-Fördermittel wurden große Investitionen in die Weinberge und in die Kellertechnik möglich, kleinere Weinbauern, die bisher an Genossenschaften lieferten, konnten nun auch ihre Weine selbst abfüllen und vermarkten. Die Qualität der Weine stieg rasant, die Weinbauregionen wurden neu gegliedert und neue Herkunftsbezeichnungen eingeführt. Heute verfügt Portugal über eine Rebfläche von ca. 260.000 ha und produziert ca. 7,5 Mio. Hektoliter Wein pro Jahr.

Portugals größter Schatz – autochthone Rebsorten
Die Einzigartigkeit der portugiesischen Weine entsteht durch die unterschiedlichen klimatischen Bedingungen – vom feuchten, atlantischen Wetter im Norden bis zum heißen, trockenen Süden – und noch vielmehr durch die Vielzahl der unterschiedlichen Rebsorten. Portugal verfügt über fast 300 autochthone Rebsorten, die sich so stark unterscheiden, wie sonst nur Weine verschiedener Weinbauländer. In Portugal war es üblich, die Weingärten im Mischsatz zu bepflanzen und Weine aus 10 und mehr Rebsorten zu erzeugen. In manchen Regionen ist dies heute noch üblich, weshalb diese Gebiete nicht als Qualitätsweingebiet definiert werden können.

"Ein Weinland im Aufbruch"
Dank der Innovationsfreude und Kompetenz junger und engagierter Winzerinnen und Winzer schreibt das Land gegenwärtig wieder Weingeschichte. Sie verfügen über eine ausgezeichnete Ausbildung und wissen, die traditionellen Rebsorten wie Touriga National, Baga, Tinta Barroca, Castelao, Trincadeira und andere ideal zu nutzen, die die portugiesischen Weine so unverwechselbar machen. Weine aus Portugal haben in den letzten Jahren atemberaubend zugelegt, haben einen eigenen Stil und Charakter. Das Land der Entdecker will jetzt selbst entdeckt werden.